Buenos Aires 2


hallo ihre lieben!

jetzt sind wir doch ueber fuenf wochen in dieser argentinischen metropole geblieben.. schoen war's, wenn auch irgendwie hektisch (wie das so ist mit grossstaedten).



im letzten eintrag hatten wir schon erwaehnt, dass wir wieder als voluntaere arbeiten wollten. nun, das hat geklappt. da aber gerade wegen der sommerferien alle im urlaub waren, war die arbeit nicht so intensiv wie in bolivien. Alex hat es geschafft, die englische tour des botanischen gartens um einen exkurs ueber medizinische pflanzen zu erweitern, hat im herbar und der bibliothek des wichtigsten botanischen instituts argentiniens (darwinion) ausgeholfen, waehrend thomas in einer organisation fuer menschen mit behinderungen einen eher buerolastigen job ausgefuehrte. es war jeweils keine besonders anspruchsvolle arbeit (teilweise sogar eher langweilig), aber das spannende und fordernde war der staendige kontakt zu den wirklich unglaublich netten menschen (spanisch, spanisch, spanisch!), das hineinschnuppern in z.b. botanik-forschung in argentinien und der dadurch andere zugang zur stadt.

ausserdem haben wir uns wieder eine spanisch-lehrerin gesucht, die einen sehr energetischen, lustigen und abwechslungsreichen unterricht bot (argentinische filme und spanische liedtexte (amparanoia, manu chao)). unser spanisch ist naemlich zwar mitlerweile ganz passabel, aber wir haben ein gesundes halbwissen was hoehere grammatik angeht und uns fehlen expressionen, die das ganze fluessiger gestalten.. also reden, reden, reden!



mit den leuten einer philosophie-schule (neue akropolis), die einerseits kurse in theoretischer philosophie und z.b. thai chi (Alex hat das mal den monat 2x die woche ausprobiert!) und yoga geben, andererseits aber auch praktisch die philisophie leben und z.b. fuer kinderheime kleider sammeln, waren wir ein an die stadt grenzen-des naturreservat saeubern.. plastik ist wirklich eine fuer die natur unvorteilhafte erfindung: 46 saecke plastikflaschen!


nebenbei haben wir uns noch einen haufen kostenlose konzerte und museen angeschaut (kultursommer! wer reggae mag: mimi maura!, und das beste: Karamelo Santo, Ska-Punk-Reggae-Dub-Cumbia),

Alex hat ne dramatische tangoshow besucht und sich von dem eleganten alten mann ein paar schritte zeigen lassen (frau macht ja jeden quatsch mit... man beachte die trekkingsandalen :)),


waren im flussdelta, das argentinien von uruguay trennt (eine art naherholungsgebiet),












haben in parks mit anderen akrobaten und artisten und auf der hostelterrasse jongliert (links Thomas beim feuerpoien),














uns den gigantischen friedhof angesehen, der wie eine kleine stadt angelegt ist, in dem die haeuser gruften sind,













haben vor allem viel zeit in oeffentlichen verkehrsmitteln verbracht (grosse stadt!).. diese historische hoelzerne u-bahn (s. bild) ist knapp hundert jahre alt, die tueren muss man noch selbst aufziehen, grandios!














und (ja, richtig!) haben uns auf dem ruecken und unterarm taettowieren lassen..


nu is aber auch zeit zum weiterreisen und wir machen uns auf in den sueden. in den letzten zwei uns verbleibenden monaten werden wir patagonien erkunden. schliessliche muessen die daunenschlafsaecke und winterjacken auch noch zum einsatz kommen. station 1: san carlos de bariloche, wo wir auch gleich alte bekannte von unterwegs wiedertreffen.

liebste gruesse und bis bald. ihr werdet von uns hoeren :)

hier noch ein paar eindruecke..



unser grossartiges hostel in den letzten wochen.. geleitet von august und roberto, mit denen wir den einen oder anderen mate getrunken (eine wissenschaft! bloss nicht kochendes wasser oder gar den metallstrohhalm bewegen!) oder die sonntaeglichen fussballspiele der beiden groessten teams verfolgt haben.. echt passionierte fanatiker (der eine fan von boca juniors, der andere von river)










die casa rosada, der regierungsitz.. hihi, das rosa haus, die haben echt humor!












typischer hundeausfuehrer.. mit bis zu 15 hunden und dann noch auf dem fahrrad!!














grooooosse baeume auf den plazas! phytolacca dioica, fuer die, dies genauer wissen wollen.












so sah das naturreservat (ribera norte), was wir gesaeubert haben, an einer sauberen stelle aus.









der rio de la plata (silberfluss, hoeh, hoeh!), auf dessen andere seite sich uruguay befindet.

Buenos Aires 1

Nach einem sehr kurzen Aufenthalt bei den Wasserfaellen, sind wir weitergezogen nach Corrientes, wo wir das nationale Musikfestival des "Chamamé" um einen Tag verpassten, dann aber feststellten, dass uns die Musik, sehr akkordeonlastig und fast deutsch volksmusik aehnlich, garnicht besonders zusagte. In Corrientes war es fuerchterlich heiss (40 grad) und man konnte sich zwischen 12h und 18h wirklich nur von Schatten zu Schatten schleppen und hoffen, dass man in der sich nach diesen Uhrzeiten richtenden Siesta irgendein klimatisiertes Café findet..



Von dort aus sind wir weiter nach Rosario, einer Stadt mit ueber einer Millionen Einwohnern, die aber im Vergleich zu Buenos Aires sehr ruhig und entspannt war. Wir kamen in einem sympathischen Hostel unter, lernten tolle Menschen aus Daenemark, Kanada, Israel und Argentinien kennen und fuhren erholt eine Woche spaeter in die Metropole, wo wir nun seit ueber einer Woche sind.


Buenos Aires ist einfach riesig (Ballungsraum 11,5 Mio), erinnert mit seinen Kolonialbauten, grossen gruenen Alleen und vielen Cafés stark an europaeische Grossstaedte und hat jetzt im Somemr einiges zu bieten: am Wochenende Floh- und Kunsthandwerksmaerkte in allen Stadtteilen, gratis Openairkonzerte argentinischer Bands in den Parks, viele Strassenkuenstler, Tango auf der Strasse, Musiker usw... es ist dementsprechend laut und voll. Ausserdem die wohl breiteste Strasse der Welt mit 17 (!!) Spuren (einmal 4, einmal 9 und nochmal 4), vier Metrolinien, die alle parallel zueinander fahren.. ein Gewusel!


Unsere Idee ist, uns hier wieder laenger aufzuhalten, uns zu involvieren und Voluntaerarbeit zu finden. Thomas ist in einer Organisation im Bereich Arbeit mit Menschen mit Behinderung untergekommen und faengt naechste Woche an. Alex geht zweimal die Woche in den botanischen Garten und hilft einen englischsprachige Tour aufzupeppen bzw. versucht unbekannte Samen zu keimen zu bringen, kann vielleicht auch noch in einem botanischen Institut in der Herbarabteilung mithelfen und ausserdem bei der Saeuberung eines Naturreservats mithelfen.

All diese Dinge in die Wege zu leiten, hat viel Telefoniererei, e-mail-Schickerei und Rumfahrerei bedeutet, so dass wir, ohne schon viel sightseeing betrieben zu haben, schon viele Ecken der Stadt gesehen haben. Es ist wirklich toll zu merken, wie einem die Sprache immer mehr Tueren oeffnet und die Leute einen ernst nehmen, superhilfsbereit sind, auch wenn sie persoenlich einem nicht weiterhelfen koennen und einfach sehr interessiert an uns sind!

Dementsprechend wohl fuehlen wir uns hier :)
Euch allen ein schoenes Wochenende und bis bald!

Cataratas del Iguazú

Hi Leute!


Nach langer Anreise ohne viel Schlaf (Flug nach Salvador um 3.40 nachts, umsteigen um 5.00, Weiterflug nach Sao Paulo, direkt zum Busbahnhof, abgammeln bis der Bus fährt und dann noch 16 Stunden Bus) kamen wir schliesslich an der Grenze nach Argentinien an. Hier lernten wir Mariano und Valeria kennen, ein supernettes Pärchen aus Buenos Aires, mit denen wir, einmal über die Grenze, die nächsten Tage zusammen Porto de Iguazú und die Fälle erkundeten.

Die Iguazú-Wasserfälle (cataratas) stellen die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien dar. Sie sind mit das Beeindruckendste, was wir bisher auf der Reise gesehen haben: bestehend aus 270 einzelnen Fällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern, von denen die Grössten 82 Meter tief fallen, die Mehrheit "nur" 64 Meter. Die Wassermenge beträgt im Durchschnitt 6,5 Millionen (bis 12Millionen) Liter pro Sekunde und das rauscht ohrenbetäubend. Zum Vergleich: die Niagara Fälle kommen immerhin auf 2,8Millionen Liter pro Sekunde.




Der beeindruckendste Einzelfall ist der Garganta del Diablo oder auch Teufelsschlund mit 150 Metern Breite, der aber leider grösstenteils in einer gigantischen Dunst- und Gischtwolke verschwindet, was aber huebsche Regenboegen hervorruft.

Hier seht ihr wie das Wasser im Teufelsschlund verschwindet..
Wunderschoene subtropische Landschaft
Grosse Echsen auf dem Weg

Nachtrag Itabuna

Hier nochmal ein paar Bilder aus Itabuna, wo wir dann ja doch laenger als vermutet waren und es auch gar nicht so hässlich fanden, wie Adriana es vorher beschrieben hatte.


Ja, Itabuna.


Die hübsche Seite: der unbegradigte Fluss


Schneereiherinsel