Eroeffnung des Blogs!!

So ihr Lieben!

Hiermit ist dann nun (immerhin schon nach 8 Monaten unserer Reise), der offizielle Reiseblog von Thomas und Alex eroeffnet. Bitte entschuldigt die ersten sehr unsortierten Eintraege (die immerhin ganz zum Schluss kommen, sprich der erste Eintrag namens Bahia ist schon NEU!!), aber es war auch schon so genug Arbeit, die nochmal reinzusetzen (und ist hauptsaechlich oder sogar ausschliesslich fuer diejenigen, die unsere mails aufgrund riesiger Fotouploads nicht oder nur unvollstaendig erhalten haben pder einfach neu auf dem Verteiler sind).
Ich hoffe ihr habt Spass damit und es entlastet wirklich eure Brieskaesten, wer Fotos gross sehen moechte, muss nur draufklicken, und jetzt viel Spass beim lesen. Schreibt Kommentare in Massen, lasst euch alle Gruessen,
herzlichst, Thomas und Alex

Bahia!!

hallo zusammen!!



vorweg wuenschen wir euch allen ein rundum gelungenes jahr 2008!!



wir sind immernoch in Brasilien, d.h. im moment in Itabuna, der heimatstadt von Adriana, mit der und ihrem mann Jan sind wir seit ende november unterwegs. in diesen sechs wochen waren wir ziemlich viel in Bahia (so heisst der bundesstaat und liegt an der atlantikkueste) unterwegs und haben echt viel gesehen bzw. gehoert..



ausgangspunkt unserer touren wurde, weil strategisch guenstig gelegen, Salvador, hauptstadt von Bahia und mit 3 millionen einwohnern die nach São Paulo und Rio drittgroesste stadt brasiliens. eine wunderschoen gelegene stadt mit riesiger strandpromenade voller palmen, tuerkisem wasser, einem leuchtturm, an dem oft grandiose konzerte stattfanden und einer huebschen altstadt voller haeuser im kolonialstil. der afrikaniche einfluss ist sehr stark zu spueren (der grossteil der von den portugiesen verschleppten sklaven aus westafrika landeten hier), die Candomblé-Religion, eine mischung aus afrikanischem goetterglauben und katholizismus wird praktiziert (ihre anhaenger tragen tradionell weiss), es gibt viel capoeria und in Pelourinho, der alt-/oberstadt (welkulturerbe der unesco) gibt's gaukelei, strassentheater und trommel-auftritte der olodum-schule (spaeter mehr). kurzum, die stadt ist total lebendig und macht spass! wir hatten das glueck in einem apartment eines freudes von Adriana untergebracht zu sein, das keine 5 min vom strand weg war.



erster anlaufpunkt nach Salvador war ein kleines dorf namens Mangue Seco (trockene mangrove), das sich etwa 200 km weiter noerdlich an der Linha Verde, einer von abertausenden kokospalmen flankierten kuestenstrasse, an der grenze zum naechsten bundesstaat befindet. schwer zu erreichen (bus, taxi, boot) und daher wenig touristisch, trotz der bilderbuchstraende und -sonnen-untergaenge. in der trockenmangrove wohnten viele sympathische winker-krabben, die gezeitenunterschiede waren recht extrem (auf dem sonnenuntergangsbild ist flut, das sehr sandige zeigt die ebbe), so dass man immer etwas aufpassen musste.. ueberall wasser: das hostel direkt am fluss, hinter den weissen duenen das meer, kilometerweise strand. die duenen waren ueberhaupt sehr ausgepraegt und palmen sollte es wirklich in deutschland auch geben! weil wir lust hatten zu campen, zogen wir fuer zwei naechte zu einem artesania-paar, die ihre ketten, ohrringe und armbaender am strand verkauften. das war recht interessant, denn die beiden (Gustavo und Isadora) waren buddhisten und wir stolperten am ersten morgen erstmal verbluefft in ihren murmelnden gebetszirkel vor mantra im schrein mit altar.. aber dementsprechend harmonisch, in sich ruhend und herzlich war unser aufenthalt dort auch.

Thomas und Adriana machten viel musik mit gitarre und gesang, bossa nova um genau zu sein (schliesslich ist sie die saengerin von seiner brasilianischen band!), wir zogen ausgiebig durch die duenen und baumelten in der haengematte. ein grossartiger aufenthalt!



kurz vor weihnachten trennten sich unsere wege vorruebergehend und Adriana fuhr zurueck nach Itabuna zu ihrer familie, Jan flog nach deutschland und wir beide fuhren nach Lençois, einem grossdorf bis kleinstadt im landesinnern von Bahia, umgben von tafelbergen und kleinen gebirgsfluessen. hier machten wir viele tagesausfluege zu fuss den fluss hinaufkrakselnd, badeten in natuerlichen, supertiefen flussbecken, fuhren zu den tafelbergen und bestiegen einen und liessen es uns alles in allem sehr gut gehen :) von dem in Salvador noch sehr praesenten (kunstschnee, verkleidete weihnachtsmaenner, plastikrentiere) weihnachtshype verschont zu bleiben, war mal sehr angenehm! bei weiterhin mindestens 30 grad, kommt auch wirklich nicht die richtige stimmung auf. in Lençois merkte man nur an den lauter aufgedrehten radios und dem erhoehten bierkonsum auf der strasse, dass ein besonderer tag ist.



einige tage vor sylvester fuhren wir mit dem catamaran von Salvador nach Morro de São Paulo, einem dorf auf einer insel (Tinharé). wirklich eine schoene insel, auf der es keine autos gibt, sondern alles mit schubkarren (taxi) ueber die sandstrassen tranportiert wird. uns wurde zwar gesagt, dass es touristisch sei und ueber neujahr bestimmt voll werden wuerde, aber dann waren wir doch baff! es war so teuer, dass wir fuer den preis fuer den wir normalerweise im hostel mit fruehstueck wohnten, campen mussten. unser platz war palmenbestanden und gross.. er verwandelten sich je naeher es auf sylvester zuging in eine ausgewachsene zeltstadt, in der jeder quadratmeter genutzt und es ausserdem sehr laut wurde. es gab massig hostels, modegeschaefte und restaurantes und vier straende, von denen der zweite der absolut stylische partystrand war. aufwaendig gestaltete bars und kneipen mit live musik oder electro lounge, caipirinha fuer ein vermoegen und unglaublich schicke menschen.. (aber dass hier die menschen sehr viel wert auf aussehen legen und sehr koeperbewusst sind, daran hatten wir uns schon gewoehnt. die maenner besonders in Salvador und auf Morro mit krassen muskeln, die frauen tragen generell selbstbewusst sehr kurze sachen (und zwar unabhanegig davon ob dick oder duenn), meist hohe schuhe, schmuck und schminke.) was wirklich sehr cool war, waren die cocktailstaende mit unendlich vielen exotischen fruechten. so konnten wir uns auch immer irgendwie fernab des trubels aufhalten. tags spazierten wir ueber die insel und machten ein schlammbad in rosa und gelb.. gut fuer die haut.



am sylvesterabend waren dann wirklich fast alle, inklusive uns, weiss gekleidet und der partystrand war ueberfuellt. die stimmung war super und keineswegs, trotz viel alkohol, aggressiv. es wurde viel getanzt und cocktails getrunken. um 24h gab es ein spektakulaeres feuerwerk von einem floss im meer aus (was sich nach kurzer zeit selbst in brand steckte und so dafuer sorgte, dass alle raketen in sehr kurzer abfolge und umso spektakulaerer losgingen). die leute gingen mit klamotten schwimmen um sich sozusagen vom alten jahr reinzuwaschen, warfen weisse rosen in die wellen und assen sieben weintrauben, sich bei jeder etwas wuenschend und heben nun die kerne fuer ein jahr auf. oder man sprang ueber sieben wellen, ebenfalls um sich etwas zu wuenschen. sehr nett!

So, an dieser Stelle muss mal etwas ueber die ganzen Konzerte gesagt werden, die wir so besucht haben, auch wenn die Namen der Bands und Artists wahrscheinlich nur den Subcutâneos etwas sagen werden. So sahen wir direkt am ersten Sonntag nach unserer Ankunft in Salvador am besagten Leuchtturm gleich ein Riesenkonzert von ganz verschiedenen Kuenstlern (ein Projekt von Calinhos Brown), unter anderem Olodum, einer wirklich sehr abgefahrenen Trommelcombo und -schule aus Pelurinho (hauptsaechlich fuer Kinder aus den Favelas, die kaum andere Perspektiven haben), Chico Cesar (Mama Africa!!), Margarethe Menezes , kurzum, es war einfach fantastisch, schweisstreibend und ein guter Einblick in das was beim Karneval (bei dem wir dann ja nicht mehr dort sein werden) noch alles passieren kann.
Oludum sahen wir auch nochmal (ein Jammer dass wir keine Fotos haben, die haben wirklich gerockt!!), ausserdem waren wir auf einem fantastischen Timbalada Konzert, bei dem wir alle schicke weisse Bemalungen auf die Arme und Beine bekommen haben (siehe Foto von der Alex) und mehr als 3h schwer das Tanzbein geschwungen haben, und dann noch der letzte Hoehepunkt zu dem spontaner- und gluecklicherweise auch Adriana mitkam: das Daniela Konzert. Daniela Mercury hat zunaechst ein paar Baladen gespielt, dann kam als Ueberraschungsgast Carlinhos Brown auf der Buehne, und mensch, was sind die abgegangen... Brown ist wirklich einer der imposantesten Musiker, die ich je gesehen habe! Super spontan, witzig, spielt alles (und wie!) und macht einfach gute Musik! Zu guter letzt gings bei Daniela auch nochmal richtig ab (wobei ein Pogo entsteht, der jedem Punk-Konzert die Ehre machen wuerde...). Zusammengefasst war unsere musikalische Reise allein schon den Brasilienaufenthalt wert!!
...
ausserdem haben wir von Itauna aus noch einen tagesausflug in ein biosphaerenreservat in Una gemacht. hier gibt es den sehr seltenen atlantischen regenwald. tolle primaervegetation, lianen, bromelien und brettwurzeln!
highlight war, dass in etwa 25m hoehe untereinander durch haengebruecken verbundene plattformen angebracht waren und man sich so in der region nahe der baumkronen befand und von oben ins gruehe gewirr schauen konnte.
superschoen!!
...
Und dank Adriana kam der Thomas auch noch zu einem kleinen Auftritt mit einer Band, die auch brasilianschie Populaermusik spielte. Zufaellig war das erste Lied prompt Jack Soul Brasileiro (was fuer ein Einstieg), und auch wenn ich den Rest der Lieder nicht kannte und auch die Musiker nicht verstand, war es doch ein superschoener kleiner Auftritt...



am 10. fliegen wir nach São Paulo und fahren aber direkt weiter nach Foz de Iguazu, den riesigen wasserfaellen zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay. von dort geht es dann mehr oder weniger direkt nach Buenos Aires!













Pantanal und andere Ungeheuer


soho, das Pantanal: da schlaegt jedes biologInnenherz hoeher!

wir haben sehr viele fotos angehaengt, so dass die beschreibung ruhig kurz ausfallen kann.

Pantanal ist ein riesiges sumpfiges biosphaerenreservat, das ungefaehr dreiviertel so gross wie frankreich ist und zum groessten teil in brasilien liegt (kleine teile in bolivien und paraguay). der einfachheit halber haben wir eine dreitagestour gebucht und hatten verglichen mit anderen sehr viel glueck mit dem preis. so haben wir mit einem haufen anderer touris, die das alle sehr erstaunlich fanden, dass wir fuer so lange unterwegs sind (sie selbst machten nur 3 wochen urlaub) in cabañas am fluss (rio paraguay) gewohnt, eine tour mit dem boot, einen ausflug auf flott galoppierenden maultieren gemacht (thomas findet ploetzlich reiten und pferde famos!!), sind auf gummireifen den fluss runtergeduempelt, haben pirañas gefischt und waren mal 10h mit einem jeep auf safari (bei 38 grad).
auch wenn es nach der auszeit auf gingersparadise ein kleiner kulturschock war, haufenweise backpacker zu treffen und jeden tag reis und bohnen zu essen, war es trotzdem super spannend, das pantanal. ueberall diese vielen tiere!! der ameisenbaer lief ungefaehr drei meter entfernt an uns vorbei, wir haben bestimmt 10 tucane gesehen, die tuempel waren voller Caimane, die seen voller wasserschweine, der wald voller kleiner baeren! wirklich sehr beeindruckend!

ansonsten gefaellt uns brasilien sehr gut, auch wenn es wieder ganz anders ist als bolivien, in das wir uns echt verliebt haben. die strassen und busse super, die menschen multikulti...

So, wir sind heute bei Adrianas Familie angekommen, Adriana kommt jedoch erst morgen. Mit ihr und ihrem Mann Jan fahren wir dann an die Kueste und machen mal typischen "Strandurlaub" (o. so).
ganz herliche Gruesse an Euch alle,

Alex und Thomas




GINGERS PARADISE!!


Hallo an Euch alle!
Ist ja jetzt doch ne gane Weile her, dass wir uns gemeldet haben, aber wir waren zwischendurch echt in der Pampa, und wenn wir mal im Netz waren, dann reichte es meist gerade fuer kurze Ueberlebensmail an besorgte Eltern und Orgakrams...Aber der Reihe nach:Die Zeit in La Paz ging ohne groessere Zwischenfaelle zu Ende, ich habe besonders die BigBand und das Jammen im Jazz Club sehr genossen! Die Arbeit im IDAI hat mich gen Ende doch immer mehr mitgenommen, so dass ich in der 4. Woche etwas verfrueht Abschied von meiner Gruppe genommen habe.

Alex erlebte waehrenddessen folgendes:

ja, mein zweiter aufenthalt in der damals sehr ausfuehrlich beschriebenen gemeinde verlief sehr angenehm. diesmal war ich spontanerweise als hauptverantwortliche mit zwei neuen voluntaeren aus den staaten dort, wir hatten genaue anweisungen und ich wurde als ansprechpartnerin sofort im dorf angenommen. ausserdem gab es keine alkoholexzesse mehr, waherend wir dort waren und alle hatten sich um ihre bienenvoelker gekuemmert: grossartig!
aus der wg in cochabamba fiel der abschied dann auch etwas schwer.. das war eben auch ein sehr interessanter haufen, die fast alle aufgrund von (voluntaer-) arbeit dort waren und tolle geschichten erzaehlen konnten.

So, Thomas wieder: Nach kurzem Aufenthalt mit Alex in ihrer WG in Cochabamba und weiterer kurzer Verzoegerung wg. Bankkartenauffrass durch den Bankautomaten nahmen wir dann endlich die weite Reise nach Santa Cruz auf (10h) + 2einhalb Stunden raus aus der Stadt, rein in die Pampa nach Bermejo, wo wir als einzigen Anhaltspunkt "ca. 2,3 Km vor dem Dorf bei der Haengebruecke und dem grossen Felsen" hatten; klappte aber alles super, der Busfahrer wusste ber der "puente colgante" sofort Bescheid und wir konnten den naechsten grossen Abschnitt unserer Reise antreten, die insgesamt knapp 6Wochen in "Gingers Paradise", einer Biofarm inmitten der schoensten Landschaft Boliviens, im subtropischen Osten Nahe Samaipata. Wir wurden sehr herzlich begruesst und trafen auch gleich auf Thomas, der auch aus Deutschland kam, um auch eine erstmal unbestimmte Zeit als Voluntaer zu arbeiten. Wie vorher per mail besprochen, verliessen uns die beiden Eigentuemer Chris und Sol mit Baby Ginger (2 Jahre alt) nach ca. 30 minuetiger Einweisung, um Sols Geburtstag in Santa Cruz zu feiern. Mit uns blieben zwei Belgier, die auch vorhatten zu bleiben (aber am naechsten Tag fuhren) und die zwei aelteren Kinder (Nova, 11 und Dzi, 9). So arbeiteten wir die naechsten zwei Tage unter der Aufsicht von Dzi und Nova, um am dritten Tag Sol und Chris wieder begruessen zu koennen.

Um alles ein bisschen kuerzer zu fassen (sonst wirds ewig lang): Die Zeit war einfach zauberhaft, wenn auch anstrengend (koerperlich). Wir schliefen in der von uns so getauften "Voluntaersbaracke", einer sehr einfachen Holzhuette, ca. 15 Minuten zu Fuss vom Haupthaus

entfernt, in dem die Turisten und die Familie schliefen. Ausser diesen beiden Haeusern gab es noch das Steinhaus, in dem die Kueche fertig und der Wohnteil fast fertiggestellt waren (siehe Bilder). Das Gelaende war riesig (alleine 2 Hektar Ackerland + Weiden). Alles war von Chris und Sol selber gebaut, inklusive Wasserversorgung aus kleinen Wasserfaellen in der Naehe, die hinter einem Tank und Stausystem ueber diverse Rohre zu den Haeusern geleitet wurden (und die wir diverse Male reparieren mussten, huefttief im Matsch Daemme wieder ausheben und danach ungefaehr 45 Ventile ueberpruefen und Rohre saubermachen....). Funktionierte aber alles in allem sehr gut. Strom gabs ueber Solarzellen auf dem Dach.
Das meiste an Essen wurde selber angebaut, zwei Kuehe (Laure + die namenlose Kuh, die bald ausgetauscht wird) gaben Milch fuer Kaeseherstellung, dulce de Leche und Diverses, zahllose Huehner produzierten Eier, die aber oft schneller von den Hunden (Gaia und Kali) gefunden wurden als von uns. Dann gabs noch zwei doofe Schweine, die eigentlich nur Abfalleimer waren. Zahllose Mango- und andere Fruchtbaeume sowie eigene Kaffepflanzen (haben das erste mal selber Kaffe gewaschen, geroestet und gemahlen) und Bienen ergaenzten das ganz hervorragend.
Was es nicht gab wurde einmal die Woche im 1 Stunde entfernten Marktkaff zugekauft.Den groessten Teil der Zeit verbrachten wir auf dem Feld mit dem Asadon (Hacke zum Umpfluegen und Loecher buddeln zum saehen) beim Umpfluegen, Saubermachen, Reihen ziehen und Loecher buddeln zum saehen, nebenbei stand Kichererbsen pfluecken, Pferdemist sammeln (Dung), am Steinhaus arbeiten, Kochen, bewaessern, saehen, waschen im Fluss und diverse andere kleine Aufgaben an. Die Gruppe war ganz hervorragend, Chris und Sol (sowie die Kinder nach der Schule) + Thomas und wir zwei beide bildeten ein ganz tolles Team!!
Wir haben auf jeden Fall wichtige Freunde hier gewonnen!!! Chris und Sol vertrauten uns nach 3 Wochen so weit, dass sie uns dreien die Fram und die Kinder fuer eine Woche ueberliessen, um nach La Paz und Cochabamba zu fahren um Geschaefte mit ihren Artesania-Arbeiten (selbstgestrickte Tuecher, Muetzen) zu beliefern (weitere Einkommensquelle). Diese Woche lief auch ganz hervorragend, endlich waren wir mal die "Herrscher im Paradies";-)
Um einen Eindruck zu vermitteln hier ein exemplarischer Tagesablauf::Morgens um 6.30 klingelt der Wecker, wir drei stehen auf und bringen auf dem Weg zum Haupthaus noch schnell einen Eimer Trinkwasser und Limonen vom Baum fuer frischen Saft zum Fruehstueck mit. Um 7 machen wir dann Fruehstueck zusammen, wonach Thomas und Thomas zum Melken gehen. Danach aufs Feld, wo die Sonne schon quaelend hoch steht und brennt um auf steinhartem Boden (weil die Regenzeit weiter auf sich warten laesst) rumhacken und versuchen, verdammt widerspaenstiges Unkraut zu entfernen, wonach Reihen gezogen werden und Mais und Hibiskus gepflanzt wird. Eine Person kocht waehrenddessen das Essen und putzt die Kueche, so dass es um 12.00 Mittagessen geben kann. Danach gehen wir alle zum Fluss, relaxen bis kurz vor drei und stehen dann nochmal drei Stunden auf dem Feld oder im Haus. Abends werden nochmal die Kuehe gemolken, jeden zweiten Tag Brot gebacken und dann Musik gemacht, Schach gespielt und relaxed. So um 12.00 wankten wir dann voellig erschlagen zu unserer Baracke, genossen die Hunderttausend Gluehwurmchen, schlenderten an Kuehen und unter mondbeschienen Bananen vorbei, rauchten noch eine letzte, sagten der grossen Spinne links in der Ecke gute Nacht....
Ach Richtig, ich vergass die grossartigen Chick-Pea-Freaks
zu erwaehnen: Thomas hatte zufaellig seine Querfloete dabei, und Chris spielte ganz hervorragend Gitarre und Mundharmonika, so dass wir innerhalb von 6 Tagen ein Programm von ca. eineinhalb Stunden drauf hatten und Chris schnell ein Konzert fuer uns in der naechsten Stadt organisierte, wo wir als Chick-Pea-Freaks auftraten und ein phaenomenales Konzert hinlegten (ein spaeteres zweites war dann nicht mehr so grandios, aber immer noch sehr nett!!).So, ich denk, die Beschreibung ist lang genug um einen Eindruck zu vermitteln und zu verstehen, dass uns der Abschied (besonders nach den letzten zwei Tagen, an denen wir hemmungslos faulenzten, weil wir davor ne Woche alles gemanaged haben) sehr schwer viel, war halt ne sehr intensive und dazu laenger als geplante Zeit. Haben sehr viele Anstoesse bekommen in zahllosen Gespraechen, Situationen und einfach beim Teil sein dieser fantastischen Familie. Inklusive dem anderen Thomas waren wir einfach wie fuer einander gemacht. So, genug geschwaermt. Danach duesten wir auf jeden Fall schleunigst Richtung Brasilien, um hargenau am Tag unserer ablaufenden Visums (90 Tage in Bolivien, wer haette das gedacht) und einen Tag vor dem nationalen Streik auszureisen.

















Alex' Dschungelgeschichten

hallo ihr lieben!

hab viel zu erzaehlen: vorsicht, das wird wieder ein roman :)

waehrend thomas sich voellig in la paz verliebt hat und dort kaum noch wegzukriegen ist, bin ich also vor drei wochen ohne ihn in den madidi-nationalpark noerdlich von la paz gefahren. diesmal noch als touristin mit bereits erwaehnter, sehr netter, belgierin Jenny. das mit den tourangeboten war gar nicht so einfach.. selbst der lonley planet warnt vor angeblichen "ecotrourism" anbietern, deren werbeflyer den standard "gringo" (wie hier alle weissen genannt werden, waehrend es in chile nur die amis waren) zeigen, der sich die anaconda um den hals haengt und fuers foto post.. was deshalb so aetzend ist, weil es im dschungel hier ohne mind. 50% DEET (ein haessliches zeug) im moskito-repellent nicht geht, was die schlangen dann ueber die haut aufnehmen und eines gruseligen todes sterben. das konnte ich mit meinem gewissen natuerlich nicht vereinbaren und so haben wir nach langer suche schliesslich einen ehrlichen oekotourismus-anbieter gefunden (madidi-travel) und aber auch etwa das doppelte gezahlt (was dafuer aber indigenen gemeinden und der allgemeinen umweltaufklaerung zugute kommt.. hoffentlich!).
der "hop off point" in den madidi nationalpark ist eine kleine stadt namens Rurrenabaque, die am rio Beni liegt und zu der man entweder fuer 130 eu in 50min hinfliegen konnte oder aber 18h bus fuer 12 eu. wir nahmen also den bus, der teile der legendaeren "death road" (camino de la muerte) fuhr, die deswegen so heisst, weil sie etwa in 80km 3000m hoehenunterschied ueberwindet und daher wirklich ultratiefe abgruende aufweist und dann noch so schmal ist, dass permanent autos, busse, lkws verungluecken. es ist aber nur noch ein verhaeltnismaessig harmloser teil fuer autos offen und ansonsten gibt es eine neue, geteerte, zweispurige strasse mit ordentlichen leitplanken, waehrend man die alte strasse nur noch mit dem mountainbike fahren darf..
nun denn, wir kamen puenktlich an, obwohl wir im schnitt wegen der holprigen dirtroad, die den hauptteil der strecke ausmachte, nur 30 gefahren waren..
Rurrenabaque hat nur 5000 einwohner und nichts zu bieten ausser dass es eben so nah am dschungel liegt (vergleichbar mit san pedro de atacama, von wo aus wir in chile die tour zu den geysiren gemacht haben). bloederweise herrschte gerade "sur", ein argetinischer wind, der dafuer sorgte, dass es fast so kalt war wie in la paz: 10, 12 grad.. schnatter!
die fotos aus dem park habt ihr ja schon gesehen. es war wirklich sehr spannend, viele sachen aus vorlesungen hier rumkrabbeln zu sehen. am coolsten war allerdings die geraeuschkulisse nachts. wir schliefen in einfachen holzhuetten (cabañas), die aber (auch im bad) nur moskitogitter als waende hatten, weswegen alles total nah war. licht nachts nur durch kerzen bzw. headlights.
mir gingen die etlichen touren durch den wald bzw. auf die seen manchmal etwas zu schnell (klar, wenn man bioexkursionen gewoehnt ist, wo man alle 3m stehen bleibt), aber trotzdem haben wir sehr viel gesehen, z.b. ein faultier, drei verschiedene affenarten, eine baby-boa constrictor und bei einer sehr aufregenden nachtwanderung riesige spinnen und die leuchtend roten augen der im wasser lauernden caimane (krokodilart), piranjas (wirklich sehr lecker) und natuerlich viele interessante pflanzen. der park gilt als biodiversitaetshotspot in bolivien! insgesamt war es eine sehr coole, aber wenig abenteuerliche erfahrung, weil eben alles so durchorganisiert war.
zurueck die drei stunden im boot den rio beni runter nach rurrenabaque (endlich echtes dschungelklima) waren wir dann abends noch mit zwei deutschen (praktikant und zivi) und der alteingesessenen umweltaktivistin Rosa Maria ein bier trinken. sie war ultrainteressant und hatte ein mordausstrahlung. sie hat vor 12 jahren die gruendung des parkes in die wege geleitet, ist durch die indigenen gemeinden gezogen und hat dort versucht den leuten mit oekotourimus eine alternative zur regenwaldabholzung schmackhaft zu machen.. obwohl sie bestimmt schon 60 ist, zieht sie immer noch durch die waelder und findet im unwegsamen dschungel gebiete, die sich als erweiterung fuer den nationalpark bzw. als ziele fuer oekotouris eignen. zwar, sagte sie schweren herzens, ist illegale abholzung immernoch ein massives problem, aber sie wuerde diese arbeit schon so lange machen, dass sich auch dauernd positive erfolge einstellen.. und sei es nur, dass viele der jugendlichen aus den indigenen gemeinden nun einen job als local guide bekommen und sich viel wissen ueber die biodiversitaet in ihrem lebensraum aneignen und dadurch in ihren doerfern aufklaerung betreiben. leider ist sie im moment nicht akitv, weil sie von einem caiman angegriffen wurde.. schade, ich sah mich schon als volunteer an ihrer seite :)

so, das war also die normalo-touri-easy-dschungeltour.. kaum zurueck aus madidi, traf ich dann spontan die entscheidung nicht mit thomas in la paz zu bleiben (zu kalt, zu chaotisch, zu eng...zu wenig gruen!), sondern nach Cochabamba etwa 300km weitern oestlich weiterzufahren, wo wir per zufall eine deutsch-bolivianische NGO gefunden hatten, die schrieben, dass sie verwendung fuer eine biologin als volunteer haetten. das war donnerstag vor zwei wochen. ich wurde total herzlich in die aus drei deutschen, einem daenen, einem hoellender und einer argentinierin bestehende wg aufgenomen. cochabamba gefaellt mir sehr gut: es gibt kaum touristen, sondern eher viele volunteers, die stadt liegt nur auf 2500m, ist deshalb viel waermer und liegt zwar wie la paz in einem tal, aber es ist kein kessel, weswegen es nicht so eng und versmogt ist.

die ngo beschaeftigt sich mit zwei indigenen voelkern (Yuracaré und Trinitario), die allerdings eine minderheit bilden. in bolivien gibt es 36 indigene voelker (70% der bevoelkerung gehoeren diesen an), von denen die quechua mit 60% und die aymara mit 25% die beiden groessten sind, die ja seit letztem jahr durch evo morales auch in der regierung vertreten werden. urspruenglich sind quechua und aymara ein volk aus den anden, waehrend die yuracare und trinitario ein nomadenvolk im tieflanddschungel bildeten. problem ist, dass seit einiger zeit die quechua und aymara immer weiter in das der gebiet der yuracare und trinitarion eindringen und mit ihren firmen vorstellungen von grundbesitz den y. und t. land abkaufen wollen, was nach deren besitzvorstellungen aber der ganzen gemeinde gehoert. das fuehrt dazu, dass hektarweise land z.b. gegen ein fahrrad oder ein fass diesel fuer den generator getauscht werden..! so sind nun also die indigenen dabei sich gegenseitig zu kolonialisieren. hinzu kommt noch, dass das hauptmotiv der eindinglinge ist, auf dem erworbenen land coca anzubauen und die cocaleros, wie die cocabauern hier heissen, haben hier ein ganz besonders starkes syndikat, weil die gegend (chaparé) auch noch der wahlkreis von evo morales ist und dieser frueher selbst cocabauer war..! coca bringt natuerlich wohlstand und die y.t. werden schwer in versuchung gefuehrt es ebenfalls anzubauen, was sie wiederum in die abhaengigkeit der cocaleros bringen wuerde. das enorme alkoholproblem der y.t. macht es den cocaleros dabei extraleicht..

das projekt (fundacion-delpia.org) setzt bei alternativen verdienstmoeglichkeiten fuer die beiden indigenen gemeinden an. so wird oekoturismus durchgefuehrt, wobei die gemeinde den grossteil des geldes bekommt, wir haben vorletztes wochenende eine bienenzucht gestartet, so dass honig verkauft werden kann, es sollen staelle fuer grosse essbare nager (agoutis) gebaut werden, deren fleisch sich teuer verkaufen laesst. ausserdem werden schulungen zur muellproblematik, durchfuehrung des tourismusprojektes und der problematik mit den cocaleros durchgefuehrt.
ich war also vorletztes wochenende zum ersten mal im gebiet (am rande des isiboro-secure-nationalpark in eine yuracare-gemeinde namens sanandita), wobei wir die letzte stunde im einbaum den fluss hochtransportiert wurden. wiederum tieflandregenwald (allerdings gerade noch bis november trockenzeit). die idee ist, dass das gefuehl der gleichberechtigung aufkommt, weswegen die unterbringung so einfach ist wie die der gemeindenbewohner. daher eine simple bambushuette, palmblattgedeckt, ohne einen einzigen nagel, sowie moskitonetze. sanitaere anlagen gibt es nicht, das klo ist ein loch im boden und befindet sich im dschungel.. besonders nachts eine echte erfahrung, nachdem mir erzaehlt wurde, dass der jaguar ("el tigre") hier keine seltenheit ist.. ganz zu schweigen von den skorpionen, spinnen und schlagen, die ausserdem nachtaktiv sind! unsere erste mahlzeit bestand auch unheimlich salzigem, getrockeneten fisch und umso geschmackloseren, trockenen kochbananen und yuca-chicha..das war wirklich hart! ablehnen ist nicht, das wird als extreme beleidigung aufgefasst.. chicha ist in ganz suedamerika in verschiedenen varianten anzufinden und wird z.b. aus vergorenen, fermentierten trauben in chile hergestellt, was wirklich lecker ist. aber aus yuca schmeckte es ungefaehr wie roher hefeteig und hatte die konsitenz aus schonmalgegessenem porridge.. mmm! ausserdem schwierig war die konfrontation mit dem alkohol: nach dem essen bekamen wir ordentlich eingeschenkt, ich nahm einen herzhaften schluck und musste derart husten.. 90%, mensch,mensch! frauen wird das ja noch nachgesehen, wenn sie nach irgendwas zum mischen fragen, aber der neuseelaender, der als touri mitgefahren war, wurde nur milde belaechelt.
am naechsten tag (zum fruehstueck gabs reisfladen und suessen kaffee) sahen wir dann beim ersten rundgang durch die gemeinde wie der getrocknete fisch von gestern abend hergestellt wird: auf gestellen einfach in der sonne getrocknet, umschwirrt von wespen, voller ameisen.
es fand erstmal eine versammlung im ganz neuen schulgebauede (dem einzigen steinhaus) statt, bei der die probleme besprochen wurden und an der einige der maennder nicht teilnehmen konnten, weil sie noch oder wieder ultrahacke waren und wurden von einigen sehr bestimmten frauen von der runde ferngehalten. die versammlung erschien mir nicht nur daher voellig chaotisch.. saemtliche anwesenden frauen hatten mindestens zwei kleine kinder dabei, die zwischendurch freizuegig gestillt wurden, oft redeten alle durcheindander und verstehen war fuer mich sowieso schwierig, weil neben dem spanisch mit einem ganz eigenen dialekt, das die jesuiten eingefuehrt haben, eben noch yuracare gesprochen wird. wir wurden freundlich und neugierig (besonders von den kindern!) bestaunt und besonders meine dreads waren sehr interessant!
probleme sind vor allem die zuverlaessigkeit z.b. gegenueber den touristen: eben dass ein guide rechtzeitig zur stelle ist und nicht etwa betrunken, dass sich an vereinbarungen gehalten wird und z.b. jeder sein bienenvolk gefunden hat, damit mit der arbeit an der bienenzucht begonnen werden kann usw.. mir wurde klar, was fuer ein geduldsaufwand hier gefordert war.. die leute in der gemeinde haben kaum etwas zu tun. seit sie aus canada aufgrund von ueberschwemmungen in bolivien, von denen die gemeinde aber ueberhaupt nicht betroffen war, reislieferungen bekommen, muessen sie nicht mal mehr reis anbauen. ansonsten wird ein bisschen yuca und mais angebaut, huehner und schweine gehalten und gejagt und gefischt (mit pfeil und bogen!) und waehrend den frauen noch die arbeit mit den kindern und kochen bleibt, betrinken sich die maenner eben. die kinder gehen in die dorfschule bis sie 12 sind und da es keine weiterfuehrende schule gibt, heiraten sie sehr frueh und bekommen kinder. wirklich eine komplett andere welt!! wir liessen uns schon am zweiten tag von der traegheit anstecken und verschliefen den nachmittag, weil es nichts zu tun gab und es derart heiss und schwuel war!
endlich hatte dann einer einen baum mit bienen gefunden. es sind guenstigerweise stachellosen bienen, die innerhalb von baumstaemmen leben, weswegen wir uns doch tatsaechlich kurz darauf auf dem weg in den dschungel befanden, um diesen baum zu faellen (ich, baeume faellend im regenwald, aaahhhh!!). immer Don Lucio mit der axt und machete folgend, der gestern nur noch lallen konnte.. etwas ausgeliefert kam ich mir da schon vor! nuechtern konnte er aber auch allerhand ueber den gebrauch der pflanzen an denen wir vorbeikamen erzaehlen: das benutzen wir zum haarewaschen, das gegen bauchschmerzen, daraus machen wir unsere pfeile usw., sehr spannend!
in nullkommanix hatte er mit krassen schlaegen den baum gefaellt (keiner der langsam wachsenden baumriesen, immerhin..) und wir fanden insgesamt fuenf voelker. man kann sie aber nicht tags umsiedeln, weil sonst eine tagaktive fliege in das volk eindringt und ihre larven dort parasitieren.. also kamen wir wieder des nachts.. don lucio aber wieder sternhagelvoll, so dass wir kaum die stelle wiederfanden, grrrrr! immerhin irgendwas auf die reihe bekommen in den vier tagen, die wir dort waren.
am zweiten abend bekamen wir die brisanz der problematik der vor der tuer stehenden cocaleros dann richtig zu spuehren: eine delegation kam mit einem riesenfass mais-chicha (schmeckt ein bisschen wie dickfluessiger aeppler) und einem haufen cocablaetter zum kauen (was man generell in bolivien sehr haeufig sieht.. man kann sich sogar in kneipen eine hand voll blaetter bestellen), um ein paar landfragen zu diskutieren. Alan, bolivianischer mitbegruender des projekts und biologe (bienenexperte) wies sie in ihre schranken, aber dennoch gab es eine fiesta im schulhaus. musik per dieselgnerator und insektenumschwirrtes licht. ich fand mich schnell im kreise betrunkener yuracarefrauen wieder, die sehr anhaenglich waren und von denen eine mir interessanterweise ihre beziehungsprobleme darlegte: valeria ist seit sieben jahren mir ihrem mann (juanito) zusammen, aber sie ist nur seine geliebte und sie haben noch keine kinder, obwohl sie schon 23 ist. es mache sie wirklich fertig! wenn er sie nur endlich heiraten wuerde, dann bekaeme sie bestimmt welche!
am letzten tag, nachdem ich zwei piranjas und yuca-chicha zum fruehstueck runterwuergen musste, war ich dann doch irgendwie erleichtert, dass wir nun fahren wuerden.. was fuer krasse lebensbedingungen!! wenn hier der bereits erwaehnte sur herrscht, dann sterben die kinder auch schon mal an erkaeltung und es gibt derart viele parasiten, die alles moegliche uebertragen. die menschen haben mit 30 kaum noch zaehne, trinken das dunkelbraune wasser aus dem see an dem sie leben (in dem man aber nicht schwimmen kann, weil er vor caimanen wimmelt), behausungen sind pfaehle mit palmendach und eine pritsche. und dann sind sie auch noch wegen der eindringenden cocaleros vom aussterben bedroht.
naechstes WE fahre ich nochmal hin.. mal sehen wie der zweite eindruck wird. nach dem ersten oktoberwochenende fahren thomas und ich dann zusammen weiter nach osten nach santa cruz. dort werden wir auf einer biofarm arbeiten.

soweit... hoffe natuerlich, es geht euch allen gut und ihr hab eine schoene zeit!! ueber mail freue ich mich wie ein schneekoenigin :)

herzallerliebste gruesse,
Alex