Nach einem sehr kurzen Aufenthalt bei den Wasserfaellen, sind wir weitergezogen nach Corrientes, wo wir das nationale Musikfestival des "Chamamé" um einen Tag verpassten, dann aber feststellten, dass uns die Musik, sehr akkordeonlastig und fast deutsch volksmusik aehnlich, garnicht besonders zusagte. In Corrientes war es fuerchterlich heiss (40 grad) und man konnte sich zwischen 12h und 18h wirklich nur von Schatten zu Schatten schleppen und hoffen, dass man in der sich nach diesen Uhrzeiten richtenden Siesta irgendein klimatisiertes Café findet..
Von dort aus sind wir weiter nach Rosario, einer Stadt mit ueber einer Millionen Einwohnern, die aber im Vergleich zu Buenos Aires sehr ruhig und entspannt war. Wir kamen in einem sympathischen Hostel unter, lernten tolle Menschen aus Daenemark, Kanada, Israel und Argentinien kennen und fuhren erholt eine Woche spaeter in die Metropole, wo wir nun seit ueber einer Woche sind.Buenos Aires ist einfach riesig (Ballungsraum 11,5 Mio), erinnert mit seinen Kolonialbauten, grossen gruenen Alleen und vielen Cafés stark an europaeische Grossstaedte und hat jetzt im Somemr einiges zu bieten: am Wochenende Floh- und Kunsthandwerksmaerkte in allen Stadtteilen, gratis Openairkonzerte argentinischer Bands in den Parks, viele Strassenkuenstler, Tango auf der Strasse, Musiker usw... es ist dementsprechend laut und voll. Ausserdem die wohl breiteste Strasse der Welt mit 17 (!!) Spuren (einmal 4, einmal 9 und nochmal 4), vier Metrolinien, die alle parallel zueinander fahren.. ein Gewusel!
Unsere Idee ist, uns hier wieder laenger aufzuhalten, uns zu involvieren und Voluntaerarbeit zu finden. Thomas ist in einer Organisation im Bereich Arbeit mit Menschen mit Behinderung untergekommen und faengt naechste Woche an. Alex geht zweimal die Woche in den botanischen Garten und hilft einen englischsprachige Tour aufzupeppen bzw. versucht unbekannte Samen zu keimen zu bringen, kann vielleicht auch noch in einem botanischen Institut in der Herbarabteilung mithelfen und ausserdem bei der Saeuberung eines Naturreservats mithelfen.
All diese Dinge in die Wege zu leiten, hat viel Telefoniererei, e-mail-Schickerei und Rumfahrerei bedeutet, so dass wir, ohne schon viel sightseeing betrieben zu haben, schon viele Ecken der Stadt gesehen haben. Es ist wirklich toll zu merken, wie einem die Sprache immer mehr Tueren oeffnet und die Leute einen ernst nehmen, superhilfsbereit sind, auch wenn sie persoenlich einem nicht weiterhelfen koennen und einfach sehr interessiert an uns sind!
Dementsprechend wohl fuehlen wir uns hier :)
Euch allen ein schoenes Wochenende und bis bald!
1 Kommentar:
Hallo Ihr beiden!
toll zu lesen, dass Ihr jetzt in Bs As angekommen seid, wo wir auch eine neue Heimat gefunden hatten.
Keine Ahnung, ob Ihr auf sowasstehen könnt, aber ich habe den argentinischen Tango geliebt.
Gute Stimmung und Unterrichte in der "Viruta", etwas klassischer geht es in der "Confiteria Ideal" zu.
Wir wären gerne jetzt bei Euch...
Alain
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